Warum Fastnachtsorden nicht verkauft werden
In Mainz ist der Verkauf von Fastnachtsorden verpönt. Orden werden verliehen, nie gekauft.
Mainzer Fastnachtsorden werden verliehen, nie verkauft. Sie entstanden im frühen 19. Jahrhundert als Parodie auf militärische und staatliche Ordensverleihungen. Der Witz lag in der Nachahmung: Wer im echten Leben keinen Orden bekam, erhielt in der Fastnacht gleich mehrere.
Verliehen, nie gekauft
In Mainz gilt eine klare Regel: Orden der laufenden Kampagne werden nicht verkauft. Sie werden an Gäste, Künstler und verdiente Mitglieder überreicht. In Köln ist das anders. Dort werden Karnevalsorden offen an Ständen verkauft. Für Mainzer Fastnachter ist das ein Kulturbruch.
Jeder Fastnachtsverein gestaltet eigene Orden für jede Kampagne. Die Motive wechseln jährlich und greifen aktuelle Themen oder Vereinsjubiläen auf. Die Stadt Mainz vergibt zusätzlich einen offiziellen Stadtorden.
Raritäten für Sammler
Das Mainzer Fastnachtsmuseum bewahrt tausende historische Orden aus verschiedenen Jahrzehnten auf. Da Mainzer Orden nie offiziell verkauft wurden, gelangen sie nur durch Nachlässe oder Tausch in andere Hände. Ein Mainzer Fastnachtsorden aus der Nachkriegszeit ist auf dem Sammlermarkt deutlich seltener als ein Kölner Pendant aus dem gleichen Jahr.
Gut zu wissen
Nein. In der Mainzer Fastnacht ist der Verkauf von Orden der laufenden Kampagne verpönt. Orden werden ausschließlich verliehen, als Auszeichnung für Engagement oder als Gastgeschenk.
In Mainz werden Orden nur verliehen, in Köln werden sie offen verkauft. Für Mainzer Fastnachter ist das ein wesentlicher Unterschied in der Tradition.
Jeder Fastnachtsverein gestaltet eigene Orden für jede Kampagne. Zusätzlich vergibt die Stadt Mainz einen offiziellen Stadtorden.
Im Mainzer Fastnachtsmuseum lagern tausende historische Orden aus verschiedenen Kampagnen. Die Sammlung zeigt die Entwicklung der Ordensgestaltung über Jahrzehnte.
Weck, Worscht un Woi (Brötchen, Wurst und Wein) ist das traditionelle Essen bei Mainzer Fastnachtssitzungen. Zusammen mit einem Orden bildet es die klassische Gage für Sitzungskünstler.