Wie der Name "Eiskalte Brüder" entstand
Bei einem Streit über den Vereinsnamen ging 1893 der Ofen aus. Der daraus entstandene Kommentar wurde zum Vereinsnamen.
1893 stritten die Gründungsmitglieder eines neuen Fastnachtsvereins im Hinterzimmer eines Gonsenheimer Lokals über den Namen. Die Diskussion wurde so hitzig, dass niemand daran dachte, Holz nachzulegen. Der Ofen erlosch, das Hinterzimmer wurde kalt. Irgendwann sagte einer der frierenden Herren: „Was sind wir doch für Eiskalte Brüder.“ Der Satz beendete die Debatte. Der Name war gefunden.
Über 130 Jahre Gonsenheimer Fastnacht
Die Eiskalten Brüder gehören heute zu den traditionsreichsten Vereinen der Mainzer Fastnacht. Gonsenheim war bei der Gründung 1893 noch eine eigenständige Gemeinde. Erst 1938 erfolgte die Eingemeindung. Der Verein ist damit älter als der Mainzer Stadtteil Gonsenheim selbst. Die 1904 gegründete Grenadier-Garde schaffte 1986 sämtliche militärischen Dienstgrade ab. Alle Gardisten tragen seitdem dieselbe Uniform, vom Garde-Chef bis zum jüngsten Mitglied.
Gut zu wissen
1893 stritten die Gründungsmitglieder in einem Gonsenheimer Lokal so hitzig über den Vereinsnamen, dass niemand Holz nachlegte. Der Ofen erlosch, die Herren froren. Einer sagte: „Was sind wir doch für Eiskalte Brüder.“ Der Name blieb.
1893 in einem Gonsenheimer Lokal. Der Verein gehört zu den ältesten und traditionsreichsten der Mainzer Fastnacht.
Die Grenadier-Garde wurde 1904 gegründet, elf Jahre nach dem Verein. Ihre Uniformen sind einem westfälisch-holländischen Grenadierregiment aus dem Dreißigjährigen Krieg nachempfunden. Seit 1986 gibt es keine militärischen Ränge mehr.