Die Goldisch Gardinscher: Mainz' erste Frauengarde
Eine Schnapsidee, ein Kleines Schwarzes und eigene Orden aus Handarbeit. Seit 2014 mischen die Gardinen die Mainzer Fastnacht auf.
Über 170 Jahre lang gab es in der Mainzer Fastnacht keine reine Frauengarde. Am 11. November 2014 gründeten sieben Frauen im Restaurant „Zum Beichtstuhl“ Die Gardinen, die erste Mainzer Frauengarde. Der Name ist ein Wortspiel: „Garde“ steckt in „Gardinen“, und Gardinen öffnen den Vorhang für etwas Neues. Unter dem Narrenvolk heißen sie „Die Goldisch Gardinscher“.
Kleines Schwarzes statt Gardeuniform
Statt klassischer Gardeuniform tragen die Gardinen ein „Kleines Schwarzes, fastnachtlich uffgerüscht“. Alle Mitglieder führen Fastnachtsnamen mit G. Pro Kampagne nimmt die Garde einen Mann auf, der als „GardinenStange“ die Standarte bei Umzügen trägt und einen närrischen Adelsnamen erhält.
Eigene Formate, eigene Regeln
Die Gardinen ersetzen klassische Fastnachtsrituale durch eigene Erfindungen. Statt einer Prunksitzung gibt es die „Quetschung“ im Restaurant „Zum Goldstein“ in der Mainzer Altstadt. Statt eines Ordensempfangs den „Pop-up-Ordensempfang“, bei dem Orden durch Sehtest, Pappnasweitwurf und Luftschlangenweitpusten erarbeitet werden. Die Orden selbst entstehen in Handarbeit. Der Schlachtruf „Uff Gardinscher Uff!“ ergänzt das Mainzer Helau bei Umzügen und Veranstaltungen.
Gut zu wissen
Die 1. Mainzer Frauengarde Die Gardinen ist die erste reine Frauengarde der Mainzer Fastnacht. Gegründet am 11. November 2014 von sieben Frauen im Restaurant Zum Beichtstuhl. Der Name ist ein Wortspiel aus „Garde“ und dem Öffnen von Vorhängen.
Pro Kampagne nehmen die Gardinen einen Mann in die Garde auf. Er trägt als GardinenStange die Standarte bei Umzügen. Jede GardinenStange bekommt einen närrischen Adelsnamen.
Die Quetschung ist das eigene Veranstaltungsformat der Gardinen. Statt einer Prunksitzung gibt es ein kleineres, kreatives Format im Feldlager der Garde, dem Restaurant Zum Goldstein in der Mainzer Altstadt.
Der Schlachtruf der Gardinen. Er wird bei Umzügen und Veranstaltungen gerufen und hat sich neben dem Mainzer Helau als Erkennungszeichen der Garde etabliert.