Warum beim Rosenmontagszug noch echte Pferde laufen
67 Pferde waren 2025 beim Mainzer Rosenmontagszug dabei. Die Tradition wird von immer weniger Garden aufrechterhalten.
67 Pferde waren 2025 beim Mainzer Rosenmontagszug dabei. Damit ist er einer der letzten großen Fastnachtsumzüge in Deutschland, bei dem noch echte Pferde mitlaufen. Die Zahl der Garden mit Pferden sinkt seit Jahren. Der Aufwand ist enorm.
Training und strenge Auflagen
Das Reitercorps der Mainzer Ranzengarde beginnt Monate vor dem Rosenmontagszug mit dem Training. Regelmäßige Reitstunden bereiten Pferde und Reiter auf die sieben Kilometer lange Zugstrecke vor. Die Ranzengarde unterhält das älteste Reitercorps der Mainzer Fastnacht und lässt ausnahmslos alle ihre Festwagen von Pferden ziehen. Jedes Pferd wird vor dem Zug tierärztlich untersucht. Während des Umzugs stehen an mehreren Punkten der Strecke Tierärzte bereit. Erschöpfte oder gestresste Tiere werden sofort aus dem Zug genommen.
Tradition gegen Kritik
Tierschützer stellen regelmäßig die Frage, ob Pferde in einen Fastnachtsumzug gehören. Die Vereine argumentieren mit der langen Tradition und den aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen. Mit jeder Garde, die den Aufwand nicht mehr stemmen kann, wird die Tradition ein Stück kleiner.
Gut zu wissen
Die Pferde sind Teil der historischen Gardetradition. Die Mainzer Ranzengarde lässt alle ihre Festwagen von Pferden ziehen und unterhält das älteste Reitercorps der Mainzer Fastnacht.
2025 waren 67 Pferde im Zug. Die Zahl ist in den letzten Jahren gesunken, da immer weniger Garden Pferde einsetzen.
Ja. Das Training beginnt Monate vor dem Rosenmontagszug. Die Reiter absolvieren regelmäßige Reitstunden, um Pferde und Reiter auf Lärm und Menschenmassen vorzubereiten. Tierärzte sind während des Zugs vor Ort.