Warum heißt die Kleppergarde "Klepper"?
In Mainz gibt es zwei Kleppergarden. Der Name bedeutet bei jeder etwas völlig anderes.
In Mainz gibt es zwei Kleppergarden. Beide tragen denselben Namen. Gemeint ist damit jeweils etwas völlig anderes.
Die Gonsenheimer: alte Pferde
Die CV Kleppergarde Gonsenheim 1877 wurde als „Sparverein Kleppergarde“ gegründet. „Klepper“ war ein altes Wort für abgearbeitete, alte Pferde. Die Gründer waren Landwirte und Fuhrleute, die den Begriff kannten. 2027 feiert die Garde ihr 150-jähriges Jubiläum.
Die Mainzer: ein Klapperbrauch
Die Mainzer Klepper-Garde 1856 hat mit Pferden nichts zu tun. „Kleppern“ bezeichnet einen alten Brauch: Von Karfreitag bis zur Osternacht schweigen die Kirchenglocken. Stattdessen ziehen Kinder mit hölzernen Klappern durch die Straßen, um die Gläubigen zum Gebet zu rufen. Ihr Gründer ließ die Mainzer Jugend erstmals an einem Fastnachtsumzug teilnehmen. Sein Markenzeichen: ein Schaukelpferd, der „Schockelgaul“, bis heute das Symbol der Garde.
Pferde hier, Klappern dort. Beide Garden sind fester Bestandteil des Rosenmontagszugs. Die Schreibweise hilft bei der Unterscheidung: „Kleppergarde“ (ein Wort, Gonsenheim) und „Klepper-Garde“ (mit Bindestrich, Mainz).
Gut zu wissen
Der Name kommt von „Klepper“, einem alten Wort für abgearbeitete Pferde. Die Gründer des CV Kleppergarde Gonsenheim 1877 waren Landwirte und Fuhrleute.
Bei der Mainzer Klepper-Garde 1856 bezieht sich der Name auf das „Kleppern“, einen Klapperbrauch von Karfreitag bis Osternacht. Mit dem Pferde-Klepper hat er nichts zu tun.
Der Schockelgaul ist ein Schaukelpferd und das Markenzeichen der Mainzer Klepper-Garde. Er geht auf den Vereinsgründer zurück, der auf einem Schaukelpferd reitend die Mainzer Jugend erstmals an einem Fastnachtsumzug teilnehmen ließ.