Der Fastnachtsbrunnen: 200 Figuren auf 9 Metern

Seit 1967 steht der Fastnachtsbrunnen am Mainzer Schillerplatz. Über 200 Bronzefiguren auf fast 9 Metern Höhe machen ihn zum steinernen Wahrzeichen der Mainzer Fastnacht.

Über 200 Bronzefiguren, fast neun Meter hoch, kopfüber gebaut. Der Fastnachtsbrunnen am Mainzer Schillerplatz ist eines der ungewöhnlichsten Denkmäler Deutschlands. Anders als klassische Brunnen wird er nach oben breiter. Blasius Spreng wählte diese Form bewusst: Sie symbolisiert die auf den Kopf gestellte Welt der Fastnacht.

Von 234 Entwürfen zum Wahrzeichen

1963 schrieb die Eckes AG aus Nieder-Olm einen Gestaltungswettbewerb aus. 234 Vorschläge gingen ein. Den Zuschlag erhielt der Münchner Bildhauer Spreng, der gemeinsam mit dem Mainzer Architekten Helmut Gräf den Entwurf umsetzte. Die Eckes AG finanzierte den Brunnen und stiftete ihn als Geschenk an die Stadt. Am 14. Januar 1967 wurde er eingeweiht.

Figuren und Fastnachtsauftakt

Die Bronzefiguren bilden ein Panoptikum der Mainzer Geschichte: Vater Rhein, Till Eulenspiegel, die Stadtgöttin Mogontia, Tiere, Fabelwesen und alltagsnahe Gestalten wie der Mann mit dem Brett vor dem Kopf. Am 11.11. um 11:11 Uhr versammeln sich tausende Narren vor dem Brunnen auf dem Schillerplatz. Das Närrische Grundgesetz wird verlesen, der erste Helau-Ruf der Saison schallt über den Platz. Der Brunnen ist damit der offizielle Startpunkt der Mainzer Fastnacht.

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