Die Haubinger werfen Käse statt Kamelle
Beim Mainzer Rosenmontagszug fliegen normalerweise Bonbons und Schokolade. Die Haubinger werfen seit Jahrzehnten Mainzer Handkäse.
Die Haubinger von 1857 werfen beim Mainzer Rosenmontagszug Handkäse in die Menge. Kein anderer Fastnachtsverein macht das. Während rund um sie herum tonnenweise Bonbons und Schokolade fliegen, bleiben die Haubinger beim Käse.
Drittälteste Fastnachtsgesellschaft
Der Name geht auf eine Legende aus dem 19. Jahrhundert zurück. Ehefrauen setzten ihren in der Wirtschaft eingeschlafenen Männern Schlafmützen („Hauben“) auf den Kopf. Der 1857 gegründete Verein ist die drittälteste Fastnachtsgesellschaft in Mainz. 1888 verschwanden die Haubinger aus dem Fastnachtsleben. Der Grund ist bis heute unklar. Erst in den 1960er Jahren kehrte der Verein zurück.
Abspaltung und Eigenständigkeit
1976 spaltete sich die Haubengarde Mainz 1976 von den Haubingern ab. Auslöser waren Differenzen über die Kostüme. Die Haubinger blieben bei ihrer traditionellen Tracht mit grünen Kniebundhosen, weißen Spitzen und roten Strümpfen. Beide Vereine existieren bis heute unabhängig voneinander.
Gut zu wissen
Die Haubinger von 1857 sind die drittälteste Fastnachtsgesellschaft in Mainz. Der Name geht auf eine Legende zurück: Ehefrauen setzten ihren in der Wirtschaft eingeschlafenen Männern Schlafmützen („Hauben“) auf.
Die Haubinger werfen traditionell Mainzer Handkäse statt Kamelle. Sie sind der einzige Fastnachtsverein mit dieser Tradition. Warum sie Käse statt Bonbons werfen, ist nicht überliefert.
1888 verschwanden die Haubinger plötzlich aus dem Mainzer Fastnachtsleben. Der genaue Grund ist unklar. Erst in den 1960er Jahren kehrte der Verein zurück.