Die Schwellköpp: 25 Kilo Pappmaché auf dem Kopf
Seit 1927 laufen überlebensgroße Figuren mit riesigen Köpfen durch den Mainzer Rosenmontagszug. Jeder Kopf wiegt rund 25 Kilo.
25 Kilogramm Pappmaché auf dem Kopf, sieben Kilometer Fußmarsch durch die Mainzer Innenstadt. Die Schwellköpp gehören zu den härtesten Jobs beim Rosenmontagszug. Die Träger sehen nur durch kleine Öffnungen im Halsbereich der Figuren. Regelmäßiges Wechseln ist Pflicht.
Von 1927 bis heute
Der Mainzer Bildhauer Ludwig Lipp schuf 1927 die ersten Schwellköpp. Seine Firma für „Theater-Plastik und Pappmaché“ am Gartenfeldplatz stellte typische Mainzer Charaktere als überlebensgroße Figuren dar. Rund 30 erwachsene Schwellkopp-Figuren existieren heute, dazu kommen 12 Kinder-Schwellköpp. Jede hat einen eigenen Namen und eine eigene Persönlichkeit. Ein einzelner Kopf kostet in der Herstellung rund 7.000 Euro. Der Mainzer Carneval-Verein 1838 hat die Schwellköpp als Marke schützen lassen.
Der Schwellkopp-Träscher-Club
Getragen werden die Figuren vom Schwellkopp-Träscher-Club (SKTC), seit 1992 aktiv und 2002 offiziell eingetragen. Der SKTC ist Mitglied im MCV und in der Mainzer Fastnacht eG. 2017 kamen die Kinder-Schwellköpp hinzu, kleiner und leichter als die Originale. Regen macht die Köpfe schwerer, weil das Pappmaché Feuchtigkeit aufnimmt. Nach dem Zug müssen beschädigte Figuren aufwändig restauriert werden.
Gut zu wissen
Die Schwellköpp sind überlebensgroße Figuren mit riesigen Köpfen aus Pappmaché, die beim Mainzer Rosenmontagszug mitlaufen. Sie gehören zu den bekanntesten Symbolen der Mainzer Straßenfastnacht.
Ein Schwellkopp wiegt rund 25 Kilogramm. Die Träger laufen damit die gesamte Zugstrecke von etwa sieben Kilometern.
Die ersten Schwellköpp wurden 1927 vom Mainzer Unternehmer und Bildhauer Ludwig Lipp geschaffen. Heute besitzt der Mainzer Carneval-Verein rund 30 erwachsene und 12 Kinder-Schwellköpp.
Die Mitglieder des Schwellkopp-Träscher-Clubs (SKTC), seit 1992 aktiv und 2002 offiziell eingetragen, tragen die Figuren beim Rosenmontagszug und anderen Veranstaltungen.